Deutschland
Deutschland gehört zu den reichsten Ländern der Welt, doch auch hier gibt es Armut. 13 Millionen Menschen leben hierzulande unterhalb der Armutsgrenze. Insgesamt bewegt sich die Armut für ein reiches Land wie Deutschland auf einem viel zu hohem Niveau.
15,2 % der Kinder und Jugendlichen in Deutschland waren 2024 armutsgefährdet. Damit war knapp jede siebte Person unter 18 Jahren betroffen. Das entspricht gut 2,2 Millionen Kindern und Jugendlichen, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand von Ergebnissen der Erhebung zu Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC) zum Internationalen Tag der Kinderrechte am 20. November mitteilt.
Alleinerziehende Mütter sind in Deutschland am stärksten von Armut betroffen; fast die Hälfte (41 %) der alleinerziehenden Familien gilt als einkommensarm. Hauptgründe sind der gleichzeitige Bedarf an Erwerbstätigkeit und Sorgearbeit, der häufig zu Teilzeit führt, sowie das Ausbleiben von Unterhaltszahlungen und die mangelnde Kinderbetreuung.
Die Armutsgefährdungsquote in Niedersachsen lag 2024 bei 16,6 %. Diese Quote liegt über dem Bundesdurchschnitt von 15,5 % und betrifft etwa 1,3 Millionen Menschen im Land. Besonders betroffen sind Alleinerziehende (40,9 %).
Der Sozialstaat kümmert sich. Jeder 3. erwirtschaftete Euro fließt in unserem Land in die Sozialhilfe. Aber auch Privatinitiativen und Unternehmer engagieren sich immer stärker. In Deutschland existieren über 18.000 Stiftungen. Allein im Jahre 2010 sind über 800 Stiftungen hinzugekommen. Im Ranking der größten Stiftungsdichten deutscher Großstädte nimmt die Stadt Hannover den 9. Platz mit ca. 300 Stiftungen ein.


gertrud kroggel familienstiftung